In zwei Veranstaltungen von Prof. Dr. Bödecker sind noch Plätze frei!

Liebe Studies,
in zwei Veranstaltungen von Prof. Dr. Bödecker sind noch Plätze frei!
Bei Interesse meldet Euch direkt bei Herrn Bödecker (florian.boedecker@fh-kiel.de) an.
Gebt Euch einen Ruck, die Veranstaltungen können sonst nicht stattfinden und das wäre doch schade!

Zwei-semestriger Vertiefungskurs „Vertiefungsgebiet Altenarbeit/Altenhilfe A“:
Das Seminar führt in jeweils in zwei zusammenhängenden Semestern in die Soziale Arbeit mit älteren Menschen ein. Dafür sollen im ersten Semester (Teil A) die sozial-gerontologischen, d.h. z.B. entwicklungspsychologischen, soziologischen, ethischen und sozialmedizinischen Grundlagen gelegt werden, um die Entwicklung im Alter, die wesentlichen Probleme im Alter, aber auch Potentiale zu kennen und in der Begegnung mit älteren Menschen nutzen zu können.
Im zweiten Semester (Teil B) geht es verstärkt um Interventionen, Besonderheiten und Arbeitsfelder in der Sozialen Arbeit mit älteren Menschen Außerdem sollen nach einer Anfangsreflexion der eigenen Altersbilder am Ende des Seminars mögliche Leitbilder auf ihre Tauglichkeit hin für die Soziale Arbeit mit älteren Menschen analysiert werden, um so zu einem Profil der Sozialen Arbeit mit älteren Menschen zu gelangen.
In Teil A gibt es neben den vor mir gesetzten Pflichtthemen die Möglichkeit, den Inhalt mehrerer Sitzungen durch Wahlthemen mitzustimmen!
Eines Besonderheit in diesem zwei-semestrigen Seminar ist außerdem, daß an einzelnen Sitzungen Senior*innen aus den AWO-Servicehäusern in Kiel teilnehmen können. Sie besteht nicht nur die Gelegenheit, „über“ ältere Menschen zu sprechen, sondern auch „mit“ ihnen!“

Übung „Systemische Beratung älterer Menschen – vom Einzelfall zum Aufbau sozialer Netzwerke“:
Systemisches Arbeiten mit älteren Menschen wird damit begründet, daß Phänomene wie z.B. Demenz keine bloßen Einzelschicksale sind, sondern immer die ganze Familie und das soziale Umfeld betreffen. Die Unterstützung eines Menschen mit Demenz erfordert über Jahre hinweg vielfältige Formen von Hilfen und Begleitung, die häufig kaum von einer Person allein geleistet werden können. Dabei sollte aber nicht vergessen werden, daß wir im Alter nicht nur hilfsbedürftiger werden, sondern auch selbst viel Hilfe leisten: Sind es doch gerade die schon älteren Menschen selbst, die innerhalb der Familie ihren noch älteren Eltern oder Ihren (Ehe)Partner*innen mit zwischen-menschlicher Zuwendung zur Seite stehen.
In beiden Fällen spielt sich das Älterwerden, auch mit seinen schwierigen Veränderungen, zunehmend im Kontext der ganzen Familie und des weiteren sozialen Umfeldes ab. Da die Anzahl der alleinlebenden älteren Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, in Zukunft zunehmen wird, wird der Fokus über die Familie und das nahe soziale Umfeld hinaus auch auf den Aufbau und die Nutzung sozialer Netzwerke gerichtet. Deshalb fließen in die Übung außerdem sozialräumliche Interventionen ein, die in Zusammenhang mit der Lokalen Allianz für Menschen mit Demenz „ADele“ (Allein leben mit Demenz) in der Stadt Kiel entwickelt werden. Die Übung hat daher auch das Ziel, das Profil der Sozialen Arbeit mit älteren Menschen in diesem Arbeitsfeld mit Hilfe dieser spezifisch-sozialarbeiterischen Interventionen zu schärfen.